Generation "Stubenhocker"?

Generation "Stubenhocker" muss sich mehr bewegen Foto: tk-online.de

Wie schon in der letzten Ausgabe unseres Sport Freunds berichtet, bestätigen nun auch neue Ergebnisse der „British Heart Foundation“ die Befürchtungen der UNION:

Von wegen wilde Jugend: Die meisten Eltern haben eine falsche Vorstellung davon, wie aktiv ihre Sprösslinge wirklich sind. Verbesserte Sportangebote sollen Abhilfe schaffen.

Während die Eltern ihre Kinder tobend auf dem Schulhof oder bei ihren Freunden wähnen, schieben diese stattdessen eine ruhige Kugel. Zu diesem Ergebnis kommt die „British Heart Foundation (BHF)“ nach Auswertung einer Befragung von 1000 Eltern. 71 Prozent der Eltern denken, dass ihre Kinder täglich aktiv sind und überschüssige Energie beim Herumtollen lassen.

Tatsächlich jedoch bewegen sich nach eigener Angabe nur 10 Prozent der Kinder ausreichend. Die Organisation erläutert, wie wichtig es ist, dass die Eltern ihre Scheuklappen abnehmen, wenn sie verhindern wollen, dass ihre Kinder früher oder später an Übergewicht und den Folgen leiden.

Die BHF befragte 1000 Eltern und ihre Kinder, die zwischen acht und 15 Jahren alt waren. Entstanden ist ein Bericht, der den wenig rühmlichen Namen „Couch Kids“ trägt. Experten berichten dort, dass sich das Aktivitäts-Level der Kids in den letzten zehn Jahren nicht geändert hat, obwohl die Zahl der übergewichtigen Kinder seit einigen Jahren stetig zunimmt. Das BHF sieht dringenden Handlungsbedarf.

Mit einigen einfachen Maßnahmen wollen die Experten sicherstellen, dass sich Kinder ausreichend bewegen. Dazu zählen etwa Richtlinien mit Aktivitäts-Empfehlungen für Kinder aller Altersgruppen und eine stärkere Förderung von Bewegung in der Schule.

Dr. Mike Knapton vom BHF erläutert, dass die Forderung nach verbesserten Bewegungsmöglichkeiten für Kinder bereits ein alter Hut ist. In den letzten zehn Jahren habe sich in diesem Bereich viel zu wenig getan. Dr. Ian Campbell vom britischen Übergewichts-Forum fügt an, dass Eltern, Erzieher und Kinder Wege für gemeinsame Aktivitäten in der Schule und zu Hause finden sollten. Außerdem sei es wichtig, Kindern die Möglichkeit zu geben, in ihrer Freizeit aktiver zu werden, etwa durch erschwingliche Sportangebote und sichere Spielstraßen.

Quelle: Nach Informationen der British Heart Foundation und BBC News

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