Sensationelle Wendung – Niederlage von Grieskirchen bugsiert Freistädter auf zweiten Rang

ChristophWakolbinger_KlausThaller(Quelle-StefanGusenleitner)Union Compact Freistadt – ASKÖ Artina Laakirchen
4:1
(11:8, 11:9, 12:10, 11:13, 11:7)

Im letzten Heimspiel für dieser Herbstmeisterschaft empfingen die Mühlviertler ASKÖ Artina Laakirchen mit dem chilenischen Nationalteamangreifer Alvaro Mödinger. Dieser fand aber zu Beginn nicht ins Spiel und verhalf den Hausherren mit vielen Eigenfehlern zu ungefährdeten Satzgewinnen. Trainer Andreas Woitsch brachte den gesamte Kader zum Einsatz, womit zum ersten Mal die Gebrüder Andrioli erstmals in der österreichischen Bundesliga Seite an Seite agierten. Einzig Tobias Hofer konnte nicht eingesetzt werden, da er sich beim Aufwärmen das linke Handgelenk stauchte.

Mit Fortdauer des Spiels wurden die Gäste aber immer stärker. Im vierten Satz servierte Mödinger fast fehlerlos, gleichzeitig war die Defensivleistung von den Freistädtern zu schwach. So konnte Laakirchen auf 3:1 in Sätzen verkürzen. Doch danach schalteten Andrioli und Co nochmals einen Gang hinauf und fixierten somit den fünften Sieg aus sieben Spielen.

Für die Compact-Truppe war somit klar, dass sie in dieser Herbstsaison nicht über den dritten Rang hinauskämen, da man Urfahr bei einem Sieg nicht mehr überholen könne. Doch ein Sensationssieg von FBC Wels 08 über Meister FG Grieskirchen/Pötting schmiss die aktuelle Tabellenkonstellation wieder über den Haufen, jedoch zugunsten von der Woitsch-Fünf. Nach dem Sieg von Wels liegen mit Freistadt, Grieskirchen, Wels und Kremsmünster gleich vier Teams punktegleich auf den Rängen eins bis vier. Aufgrund des Satzverhältnisses überholt der Vizemeister aus Freistadt den Meister aus Grieskirchen und steht derzeit auf Rang eins. Jedoch findet heute noch das Nachtragsspiel zwischen Urfahr und Vöcklabruck statt. Somit ist klar, gewinnt Urfahr, dann springen diese von Rang fünf noch auf den ersten Rang vor und küren sich zum Herbstmeister. Bei einer Niederlage müsste sich die Leitner-Fünf mit Rang fünf begnügen und die Nutznießer aus Freistadt wären Herbstmeister. Was aber definitiv ist, die den Freistädtern kann der zweite Rang nicht mehr strittig gemacht werden.

„Ich weiß nicht, ob es in der österreichischen Bundesliga schon jemals so ein spannendes Finish gegeben hat. Wenn Urfahr heute noch gewinnt, dann liegen ganze fünf Mannschaften punktegleich mit 10 Punkten verteilt auf Rang eins bis Rang fünf. Wir sind zumindest mit diesem noch überraschenden zweiten Platz sehr zufrieden. Dies war von Beginn der Saison unser erklärtes Ziel. Das Soll ist somit erreicht worden. Und wer weiß, vielleicht schießen uns die Tigers aus Vöcklabruck heute noch zum Herbstmeister.“, zieht Kapitän Andrioli etwas schmunzelnd Resümee.

Foto: Wakolbinger feierte zum Abschied nochmals einen Sieg und einen überraschenden zweiten Tabellenrang (Quelle: Stefan Gusenleitner)