Spaßtraining unter freiem Himmel: Fitness-Bootcamps an der frischen Luft sind der Trend diesen Sommers. Für alle die bei Schönwetter nicht im Fitnessstudio hocken möchten, stellen wir diese Alternative sowie ein paar Übungen zum Nachmachen vor.

Outdoor Fitness: Diagonalstütz

Outdoor Fitness: Diagonalstütz

Bootcamp-Atmosphäre vom Feinsten: durchhalten! Kämpfen! Beißen! Noch zwanzig Sekunden, noch fünf, vier, drei, zwei, eine … geschafft! Die durchtrainierten Fitnessfreaks, die auf einer Wiese im Kölner Stadtwald ihre Übungen machen, schnappen nach Luft, stützen keuchend die Hände auf die Beine – bis nach kürzester Zeit das Signal zum Weitermachen kommt. Wahnsinn, wie motiviert die sind. Zehn Minuten Fitness-Action können nämlich hammeranstrengend sein, wenn sie im Bootcamp-Stil aus sieben mal einer Minute Vollgas mit jeweils 30-Sekunden-Pausen bestehen.

Bootcamp mit guter Laune

Ausfallschritte, Schlusssprünge, Partner-Liegestütze, Sprints auf der Stelle: Die Trainerin treibt die Gruppe unentwegt an – ganz ohne Trillerpfeife, dafür mit geballter guter Laune. Was sich anhört wie ein Bootcamp, ist auch eins. „Original Bootcamp“ heißt das Projekt, das die deutsche Trainerin Saskia Herrmannsdörfer (29) vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat und das immer mehr begeisterte Anhänger findet.

Motivationskick Gruppendynamik

„Draußen zu trainieren mit einfachen funktionellen Mitteln, egal bei welchem Wetter, am besten noch in der Gruppe: Das gibt einen ganz besonderen Kick. Es ist unglaublich effektiv und ehrlich“, sagt die Diplom-Sportwissenschaftlerin.

Draußen-Gym: „Hanteln“ liegen überall frei herum

Wer bereits unregelmäßig ins Fitnessstudio geht oder sporadisch joggt, für den sind die Bootcamps offenbar genau das richtige. Zumindest liegt man damit voll im Trend. Denn nachdem Bootcamps in den USA, in Australien und auch in England längst fester Bestandteil der Fitnessszene sind, schwappt die Draußen-Welle in diesem Jahr endlich auch in die deutschsprachigen Länder rüber.

Wer mit offenen Augen unterwegs ist, findet überall Herausforderungen

Hier eine kleine Auswahl einfacher Übungen ohne Geräte im Gelände: Ausprobieren empfohlen!

  • Balance Tour: Geländer, umgeknickte Baumstämme oder Bordsteine – Möglichkeiten zum Balancieren gibt es viele. Bleiben Sie locker in den Knien, und nutzen Sie den ganzen Körper zum spielerischen Austarieren ihres Schwerpunkts.
    Das bringts: Neben dem Gleichgewichtssinn trainiert das Balancieren vor allem die Stützmuskulatur der Unterschenkel und Füße – enorm wichtig für Läufer!
  • Leichte KlimmzügeLeichte Klimmzüge: Suchen Sie ein Geländer und hängen Sie sich von unten dran, der Körper ist gestreckt, nur die Fersen berühren den Boden. Aus dieser Position kontrolliert hochziehen.
    Das bringt’s: Kräftigt die Rückenmuskulatur und den Bizeps. Außerdem gut zur Verbesserung der Körperspannung.
  • Ausfallschritt: Aus dem Stand einen großen Schritt nach vorn machen und dann die Hüfte kontrolliert in Richtung Boden absenken. Hände an den Kopf oder in die Hüfte. Wichtig: Das vordere Knie zeigt nicht über den vorderen Fuß hinaus. Wieder zurück, Seite wechseln. Auf einem Baumstamm wird die Balance besonders gefordert.
    Das bringt’s: Der absolute Burner für Beine und Po.
  • Outdoor FitnessDiagonalstütz: Nehmen Sie die Liegestützposition ein, bauen Sie Körperspannung auf und lösen Sie zuerst ein Bein vom Boden, dann den Arm der anderen Körperseite. Beide lang strecken und weiter nach oben Richtung Himmel ziehen.
    Das bringt’s: Trainiert den ganzen Körper, stabilisiert aber vor allem die Körpermitte und kräftigt den Rücken.

Der Unterschied zum Training im Fitnessstudio: die frische Luft und die Vielzahl an freien Übungen. Nur zur Info: Bei „echten“ Bootcamps dauert eine Einheit 60 Minuten – Aufwärmen und Cool-Down inklusive. 60 Minuten Schweinehund überwinden, ohne dass viel Zeit bleibt, darüber überhaupt nachzudenken.

Freistadt liegt voll im Trend: Öffentliche Fitnessparcours erleben eine Renaissance

Unabhängig vom Bootcamp-Training ist generell eine neue Lust auf Übungen zu beobachten, die „einfach mal so eben zwischendurch“ draußen absolviert werden. Die Zahl der öffentlichen Fitnessparcours steigt ständig, selbst die guten alten Trimm-dich-Pfade wie im revitalisierenden Thurytal erfahren eine Renaissance, aber auch die neuen Holzelemente im Stadtgraben kommen bereits sehr gut an.

Unser Tipp: Fangen Sie doch selbst mal ganz sanft an und lockern Sie jede Joggingeinheit mit drei Outdoor-Fitnessübungen auf: Das stärkt den ganzen Körper und schafft lässige Abwechslung. Und wenn Sie auf der Wiese nebenan eine Horde keuchender Menschen entdecken – gehen Sie rüber und keuchen Sie mit 😉

 

Quelle: fitforfun.de

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