EP-SiegDie Mannschaft von Union Schick Freistadt kürte sich beim Europapokal der Meister in Berlin zur besten Klubmannschaft Europas. Die Mühlviertler besiegten im Halbfinale die Gastgebermannschaft von Berlin. Im Finale konnten sich Andrioli & Co. gegen Titelverteidiger Urfahr mit 4:0-Sätzen durchsetzen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen startete die Schick-Truppe nicht optimal ins Halbfinalspiel gegen Berlin. Nach verlorenem ersten Satz lagen die Mühlviertler im zweiten Durchgang bereits mit 9:4 in Rückstand, ehe die große Aufholjagd begann. Mit sieben Punkten in Serie stellten Andrioli & Co. den Satzgleichstand her. Die Sätze drei und vier waren ebenfalls beide hart umkämpft. Erst zum Satzende hin konnte sich Freistadt nach tollem Kampfgeist die nötigen Punkte sichern. Mit einer 3:1-Satzführung im Rücken punkteten die Mühlviertler nach Belieben und war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. „Wir standen schon mit dem Rücken zur Wand, jedoch haben wir uns wieder toll in das Spiel zurückgekämpft“, war Kapitän Christian Leitner nach dem Erfolg glücklich.

Im Finale wartete Titelverteidiger aus Askö Urfahr. Urfahr hatte sich im zweiten Halbfinale gegen den schweizer Meister Schwellbrunn ebenfalls mit 4:1-Sätzen durchgesetzt. So klar wie es das Ergebnis vermuten lässt, war jedoch der 4:0-Finalerfolg von Union Schick Freistadt nicht. Die Mühlviertler lagen in den ersten drei Sätzen jeweils klar im Rückstand, jedoch bewiesen sie viel Moral und Kampfgeist und konnten alle Sätze noch für sich entscheiden. Im ersten Durchgang drehten Andrioli & Co. einen 6:3-Rückstand in einen 11:7-Satzgewinn. Im zweiten Satz konnten Titelverteidiger Urfahr einen 6:1 und 9:6-Vorsprung nicht nützen. Auch im folgenden Satz wurde mit enormen Kampfgeist ein vier Punkte Rückstand wett gemacht. Erst im letzten Durchgang dominierten die Mühlviertler vom ersten Ballwechsel weg das Geschehen. Die Truppe um Spielertrainer Mag. Andreas Woitsch, der nach vier Jahren Abwesenheit wieder das Trikot überstreifte und mit tollen Abwehraktionen glänzte, nutzte den vierten Matchball zum zweiten Europapokalsieg nach 2005. „Ich bin überglücklich. Wir haben viel Kampfgeist bewiesen und uns immer wieder zurückgekämpft. Wir präsentierten uns als eine kompakte Mannschaft, dies war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg“, so Brasilo-Legionär Jean Andrioli.

Mit diesem Titelgewinn spielt Union Schick Freistadt nächstes Jahr um den Gewinn des Weltpokals mit. Als Gegner warten die beste südamerikanische und afrikanische Klubmannschaft. Wahrscheinlicher Austragsort für diesen Bewerb ist Österreich. Ein weiteres Highlight im Jahr 2011 ist dann auch die erneute Teilnahme beim Europapokal, denn als Titelverteidiger sind die Mühlviertler automatisch für diesen Bewerb wieder qualifiziert.

 

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